Amazon will die Verleger ausbooten. Bisher hatte das Versandunternehmen nur Händler im Visier - jetzt funkt es auch den Buchproduzenten ins Geschäft.
Als langjähriger bekennender eBook-Nutzer finde ich die Veränderungen gut, denn so kommt wieder mehr Schwung in das Buchgeschäft. Es ist schon lange an der Zeit, dass die Verlage von ihrem hohen Ross heruntersteigen und sich dem Markt anpassen. Das haben nämliche viele Verlagshäuser genauso verschlafen bzw. ignoriert, wie es die Musikindustrie in der Vergangenheit auch schon getan hat.
Wie man aus dem Bericht herauslesen kann, ist es heutzutage relativ einfach ein Buch in elektronischer Form bei Amazon & Co. zu veröffentlichen, allerdings wird man keinen Erfolg haben, wenn der Content es nicht bringt – sprich, wenn das Buch nicht lesenswert ist. Bekannte Autoren haben es hier einfach, denn sie erfreuen sich an einer großen Fanbase und können sehr schnell große Umsätze generieren. Unbekannte bzw. neue Autoren haben es hier zwar etwas schwerer, aber das Buch kann wenigstens veröffentlicht werden, ohne langes Anbiedern an alle möglichen Verlage.
Ein Schritt in die richtige Richtung? Mit Sicherheit, denn Veränderungen haben alt eingesessenen Vorgehensweisen noch nie geschadet. Mein Tipp an die Verlage: Nicht meckern, rumstänkern und rumheulen, sondern einfach flexibler werden und sich dem Markt rechtzeitig anpassen. Die Betonung liegt auf rechtzeitig, denn wer sich seit Jahren auf seinen Lorbeeren ausruht und Marktveränderungen ignoriert, wird über kurz oder lang vom Markt verschwinden.